Nachweis und Identifizierung von Mikroplastikpartikeln mittels Raman-Spektroskopie im Durchfluss

  1. 1Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik an der Universität Ulm
  2. 2Europäisches Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD), SKZ - KFE gGmbH (Süddeutsches Kunststoff-Zentrum)

alexander.kissel@ilm-ulm.de

Der Nachweis von Mikroplastik im Wasser erfolgt derzeit meist durch Filtration der Probe und einer anschließenden statischen Detektion der Partikel auf dem Filter. Dabei kommen verschiedene Verfahren wie beispielsweise die FTIR-Spektroskopie, die stimulierte Raman-Spektroskopie (SRS) oder die oberflächenverstärkte Raman-Spektroskopie (SERS) zum Einsatz. Diese Vorgehensweise ist jedoch zeit-, arbeits- und kostenintensiv. Um eine Kontamination mit Fremdpartikeln zu vermeiden, ist eine Reinraumumgebung erforderlich. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurde ein Messprinzip entwickelt, das die Aufnahme von Raman-Spektren individueller Mikroplastikpartikel im Durchfluss ermöglicht. Anhand der aufgenommenen Spektren können die Mikroplastikpartikel detektiert und charakterisiert werden. Die Detektionsgrenze lag bei ca. 4 µm großen Kunststoff-Forschungspartikeln. Durch die Detektion der Partikel direkt im zu untersuchenden Medium kann die aufwändige Probenaufbereitung umgangen werden, kontinuierliche Messungen sind möglich. Aufgrund der hohen Sensitivität sehen wir für das entwickelte Messprinzip zudem auch weitere Anwendungsfelder in der Partikel- und Zellanalytik.

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@inproceedings{dgao126-b15, title = {Nachweis und Identifizierung von Mikroplastikpartikeln mittels Raman-Spektroskopie im Durchfluss}, author = {Alexander Kissel, André Nogowski, Alwin Kienle, Florian Foschum}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 126. Jahrestagung}, year = {2025}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Vortrag B15} }
126. Jahrestagung der DGaO · Stuttgart · 2025