Lichtbeugung im Raumgitter der Netzhaut des Auges und Interferenzen im Fresnel-Nahfeld transformieren das sichtbare Spektrum in den RGB-Raum..

Norbert Lauinger
  1. Institut für Optosensorik

norbert [at] lauinger-web [dot] de

Die 'invertierte' Retina des Auges enthält als kortikale Schicht drei zelluläre Körnerschichten, die den Rezeptoren lichtwärts vorgelagert sind. Die dritte Schicht stellt ein Raumgitter dar, das als Resonator im Fresnel-Nahfeld stehende Raumwellen erzeugt, die Zapfen oder Stäbchen empfangen können. Die Raumwellen stimmen mit den Gipfelwellenlängen der spektralen RGB-Hellempfindlichkeitskurven im Tages- und Dämmerungssehen überein und stellen eine R-Grundwelle bei 559nm mit zwei Oberwellen bei 537nmG und 447nmB im Tages- und bei 512nmR, 512nmG, 415nmB im Dämmerungssehen in je drei Beugungsordnungen dar. Eine Überlappung der RGB-Kurven findet nicht statt, den Gipfelwellen benachbarte Wellen werden gedämpft. Die Transformation des sichtbaren Spektrums in den RGB-Farbenraum würde damit nicht durch die Fotopigmente, sondern die diffraktive Raumgitteroptik mit ihren Interferenzen im Fresnel-Nahfeld erfolgen. Wie in anderen kortikalen Schichten kann die schichtenweise Informationsverarbeitung bereits im Bildraum des Auges erfolgen. Die Ergebnisse sind relevant für die Entwicklung optischer Raumgitter und von Retina-Implantaten.

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  author     = {Lauinger, Norbert},
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  booktitle  = {DGaO-Proceedings 2017},
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  publisher  = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.},
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118. Jahrestagung der DGaO · Dresden · 2017