Spatiales Heterodyn-Spektrometer zur Temperaturmessung in der mittleren Atmosphäre
- 1Chair of Optics, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
- 2Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Max Planck Institute for the Science of Light
- 3Institute for Atmospheric and Environmental Research, University of Wuppertal
- 4Institute of Energy and Climate Research, Stratosphere (IEK-7), Jülich Research Centre
Die Atmosphäre der Erde wird durch eine Vielzahl von chemischen und physikalischen Kopplungsvorgängen beeinflusst, deren Verständnis noch einige Lücken aufweist. Um die Dynamik der dort ablaufenden physikalischen Prozesse zu untersuchen und damit Wetter- und Klimamodelle testen und verbessern zu können, bedarf es der Messung atmosphärischer Daten auf einer globalen Skala und mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung. Die "Initiative zur Entwicklung von Kleinsatelliten für die Erforschung von Klimaprozessen mittels Tomographie" (DISSECT) hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammensetzung und Dynamik der mittleren Atmosphäre mittels Fernerkundung durchzuführen. In einem ersten Projekt werden Kleinsatelliten (CubeSats) mit sog. Spatialen Heterodyn-Spektrometern ausgerüstet, die die Temperaturverteilung der mittleren Atmosphäre spektroskopisch bestimmen sollen, indem die Intensitätsverhältnisse gewisser Linien im A-Band des Sauerstoffs gemessen werden. Der Beitrag beschreibt Design und Herstellung eines solchen Spektrometers sowie der verwendeten optischen Systeme des Kleinsatelliten. Ein erster Test des Systems erfolgt im März 2017 im Rahmen des REXUS-Projekts von DLR, SNSB und ESA.