In-memory Computing - der nächste große Sprung in den Prozessorarchitekturen?

  1. Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

dietmar.fey@fau.de

Dem Ende der Dennard‘schen Skalierung – d.h. Performanz-Zuwachs durch höhere Taktfrequenzen und Transistorendichten und Absenkung der Versorgungsspannung – wurde durch die Einführung von Multi-/Vielkern-Prozessoren begegnet. Die weitere Entwicklung brachte heterogene Rechnerarchitekturen mit Beschleunigerkernen. Der nächste Schritt in dieser Entwicklung ist vermutlich Energiegewahres Rechnen nahe oder im Speicher, sog. Near-/In-memory-Computing (IMC), das Energieintensiven Datentransport vermeidet. Memristive Bauelemente bieten hier bedeutende qualitative Vorteile: Nicht-Flüchtigkeit und Mehrbit-Fähigkeit. Memristive Crossbar-Strukturen erlauben die quasi natürliche Umsetzung der Kernoperation der KI, eine Energiearme Matrix-Vektormultiplikation als IMC-Operation. Memristoren beim Rechnen bieten aber noch mehr: Ersatz von logischen Gattern und hochdicht rekonfigurierbarer Logik, z.B. durch Ausnutzen der Mehrbit-Fähigkeit. Im Vortrag werden aktuelle und mögliche zukünftige Entwicklungen für IMC aus anderen Arbeiten und der Arbeit am Lehrstuhl Rechnerarchitektur vorgestellt.

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@inproceedings{dgao127-s5, title = {In-memory Computing - der nächste große Sprung in den Prozessorarchitekturen?}, author = {Dietmar Fey}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 127. Jahrestagung}, year = {2026}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Vortrag S5} }
127. Jahrestagung der DGaO · Hamburg · 2026