Elastografische Messungen mittels Fourier-Transformations-Profilometrie zur Gewebedifferenzierung in der Onkologie
- 1Institut für Technische Optik, Universität Stuttgart
- 2Institut für Pathologie und Neuropathologie, Universitätsklinikum Tübingen
- 3Universitätsklinik für Urologie, Universitätsklinikum Tübingen
- 4Universitäts-Frauenklinik (Department für Frauengesundheit), Eberhard Karls Universität Tübingen
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Blasen-, Brust- und Gebärmutterhalskrebs gehören in Deutschland zu den Krebserkrankungen mit der höchsten Inzidenz. Für eine vollständige Tumorresektion bei größtmöglichem Erhalt des gesunden Gewebes ist die Kenntnis über die Tumorränder essentiell. Tumorgewebe besitzt durch die auftretenden Zellveränderungen andere elastische Parameter als gesundes Gewebe. Dies dient als Ansatz zur intraoperativen Gewebedifferenzierung. In Hinblick auf diesen Einsatz wurde ein Messsystem entwickelt und in Vorarbeiten bereits erfolgreich demonstriert. Das System besteht aus einem faserbasierten Mikrostreifenprojektor, der ein Streifenmuster auf das Gewebe projiziert, einer Zystoskopienadel zum Krafteintrag und einer Endoskopkamera. Bei Applikation eines Luftdruckimpulses über die Zystoskopienadel kann die von der Elastizität abhängige Gewebedeformation endoskopisch erfasst und mittels Fourier-Transformations-Profilometrie bestimmt werden. In diesem Beitrag wird das viskoelastische Verhalten verschiedener Proben aus der Urologie sowie Gynäkologie untersucht und verglichen. Die gesammelten Messdaten dienen als Basis für die automatisierte Gewebedifferenzierung mittels maschineller Lernverfahren.