Beeinflussung des Verhaltens von Mastputen durch die Flimmerfrequenzen der Stallbeleuchtung.
- 1Integrated Circuits and Embedded Systems, Hochschule Hannover – University of Applied Sciences and Arts
- 2Institute of Animal Welfare and Animal Husbandry, Friedrich-Loeffler-Institut, Federal Research Institute for Animal Health
- 3Institute of Product Development and Equipment Construction, Leibniz University Hannover
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Tierhalter sind bemüht, das Haltungsmanagement von landwirtschaftlichen Nutztieren stetig hinsichtlich des Tierwohls und der Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Eine Stallautomatisierung bietet zahlreiche Möglichkeiten, Arbeitsprozesse zu unterstützen. Die Förderung des Tierwohls erfordert jedoch eine intensive Beobachtung durch den Tierhalter, welche sich bislang nur eingeschränkt durch technische Einrichtungen unterstützen lässt. Allerdings wird das Tierverhalten ggf. durch die Anwesenheit des Beobachters beeinflusst. Im Forschungsprojekt OptiLiMa wird u.a. der Einfluss der Flimmerfrequenz auf das Verhalten von Mastputen untersucht. Dafür wurde eine LED-Vollspektrumbeleuchtung sowie ein automatisches Tierbeobachtungssystem mit KI-videobasierter Objekterkennung entwickelt, das unter Flimmerfrequenzen von 165 Hz, 500 Hz bzw. 16 kHz die Tieraktivität kontinuierlich aufzeichnet. Der Einfluss der Flimmerfrequenz wird anhand der Konzentration von Stresshormonen, die sich u.a. in Federn anreichern, analysiert. Ziel ist es, eine den Haltungsansprüchen von Mastputen gerecht werdende Flimmerfrequenz zu bestimmen, die ggf. zur Minimierung unerwünschter Verhaltensweisen beitragen kann.