Stereophotogrammetrie mit strukturierter Beleuchtung zur Vermessung von Mäusetasthaaren
- 1Institut für Angewandte Optik und Biophysik, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- 2Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena
- 3Sainsbury Wellcome Centre for Neural Circuits and Behaviour, University College London
- 4Institut für Zoologie und Evolutionsforschung, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- 5Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz
- 6Jena Center for Soft Matter, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- 7Abbe Center of Photonics, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Die Vermessung dreidimensionaler Strukturen durch die Stereophotogrammetrie mit aktiver Beleuchtung (SPaB) ist seit Jahrzehnten eine etablierte Methode zur kontaktlosen Vermessung. Zunehmend werden auch medizinische und biologische Anwendungen adressiert. Im Rahmen einer Kooperation die Ende 2022 ein preprint veröffentlichen konnte (doi: https://doi.org/10.1101/2022.11.04.515161), wurde unter andrem die 3D-Messung von Tasthaaren mit Längen von 2 bis 4,5 cm und Durchmessern < 50 µm realisiert. Die Ausgangsfragestellung bestand zum Teil darin, eine Verbindung zwischen einzelnen Tasthaaren, den sie im Sichtfeld der Maus abbildenden Sehzellen und den für die jeweiligen Sinneszellen zuständigen Arealen im Gehirn von Mäusen zu knüpfen. Für den Nachweis des geometrischen Überlapps der visuellen und taktilen Wahrnehmung derselben Raumbereiche, die durch die einzelnen Tasthaare taktil und von den korrespondierenden Sehzellen visuell erfasst wurden, wurde die SPaB herangezogen. Im Rahmen dieser Präsentation wird vorgestellt, wie ein funktionstüchtiger Aufbau erstellt werden konnte und welche messtechnischen Hindernisse überwunden werden mussten, um diese spezielle Anwendung zu bedienen.