Simulation zum Akkommodationsmechanismus des Goldfischauges
- 1Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Ernst Abbe University of Applied Sciences Jena
- 2Paul Flechsig Institute for Brain Research, Leipzig University
- 3Saxon Incubator for Clinical Translation (SIKT), Leipzig University
- 4Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Fraunhofer Institute for Applied Optics and Precision Engineering IOF
Aquatische Lebewesen müssen bei den Sehanforderungen unter Wasser andere Akkommodationsstrategien umsetzen als terrestrische Lebewesen. Generell ist die Funktionsweise des Akkommodationsmechanismus einiger Tiere seit langem bekannt, bisher fehlen jedoch detailliertere und quantitative Untersuchungen. So geht aus der Literatur nicht eindeutig hervor, ob der Goldfisch akkommodiert oder ob die Schärfentiefe seines optischen Systems ausreichend ist, um Objekte in verschiedenen Entfernungen deutlich zu sehen. In diesem Beitrag wird ein mit Zemax Optic Studio simuliertes Modell des Goldfischauges vorgestellt, welches alle wichtigen optischen Parameter sowie eine sphärische GRIN-Linse besitzt. Das Modell ermöglicht eine detailliertere optische Betrachtung der Akkommodation und der Schärfentiefe des Goldfischauges. Unsere Ergebnisse unterstützen die Ansicht, dass der Goldfisch akkommodieren muss, um sowohl sehr nahe als auch ferne Objekte deutlich abbilden zu können.