Erforschung atmosphärischer Prozesse - bodengebunden und satellitengestützt
- 1Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Max Planck Institute for the Science of Light
- 2Institute of Optics, Information and Photonics, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
- 3Institute for Atmospheric and Environmental Research, University of Wuppertal
- 4Institute of Energy and Climate Research, Stratosphere (IEK-7), Jülich Research Centre
Dekadische Klimavariabilitäten werden wesentlich von Prozessen in der mittleren Atmosphäre bestimmt, deren Verständnis allerdings aufgrund der Komplexität des dort ablaufenden Geschehens erschwert ist. Um das Verständnis dieser Prozesse zu erweitern und damit eine bessere Basis für Vorhersagemodelle zu schaffen, werden hochaufgelöste atmosphärische Daten auf einer globalen Skala benötigt, die bislang weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene existieren. Im letzten Jahr wurde ein Fernerkundungssystem beschrieben, das mit einem Spatialen Heterodyn-Spektrometer (SHS) für eine Wellenlänge von 763nm ausgerüstet ist und Temperaturdaten mit bislang unerreichter Auflösung und Genauigkeit liefern soll. In diesem Beitrag wird die Weiterführung des Projektes vom ersten, erfolgreichen Test im Rahmen des REXUS-Programms hin zu dem Zwischenziel ausgeführt, ein Verifikationsmodell auf einem Satelliten zu fliegen. Außerdem werden, komplementär zur satellitengestützten Temperaturmessung, ein bodengestütztes Infrarot-System sowie ein asymmetrisches SHS zur Windmessung erläutert, die das Projekt abrunden.