Blendeinwirkung über einen konventionellen und einen "digitalen" Rückblickspiegel im Vergleich
- 1IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr
- 2Department SciTec, Ernst Abbe University of Applied Sciences Jena
Der konventionelle äußere Rückblickspiegel kann beim Kfz durch ein Kamera-Monitor-System (KMS) ersetzt werden. Aufgrund der Kompaktheit der dazu verwendeten digitalen Kameras bieten sich dabei Vorteile im Design, in der Akustik, im CW-Wert und in der Integrierbarkeit des KMS in die Fahrerassistenzsysteme des Fahrzeugs. In diesem Beitrag werden die einwirkenden blendungsrelevanten photometrischen Größen auf solch eine Kamera und das Auge im Vergleich zur Verwendung eines konventionellen Rückspiegels untersucht. Dazu bauten wir einen Versuch auf, bei dem in Fahrzeuggeometrie ein Kontrasttarget mit jeweiligem System beobachtet und gleichzeitig eine Blendbelastung durch die Scheinwerfer eines nachfolgenden Fahrzeugs simuliert wird. Gemessen und ausgewertet werden Leuchtdichte, fotometrische Kontraste und die Beleuchtungsstärke am Ort der Kamera bzw. des Auges. Dabei zeigt sich am Ort der Kamera eine wesentlich höhere Blendbeleuchtungsstärke als am Ort des Auges bei der Betrachtung über einen Rückblickspiegel. Daraus resultieren eine höhere Schleierleuchtdichte und eine höhere Gefährdung durch Blendung für die Kamera in schwierigen Beleuchtungssituationen.