Empfang von Gravitationswellen mit Laserinterferometern
- Teilinstitut Hannover, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut)
Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie senden beschleunigte Massen Gravitationswellen aus. Sie führen zu Verzerrungen in der Struktur der Raumzeit, die sich als Abstandsänderungen zwischen den im Raum enthaltenen Objekten bemerkbar machen. Wellen beobachtbarer Stärke werden nur von astrophysikalischen Quellen ausgesandt (Supernovae, Neutronensterne, Schwarze Löcher, Urknall). Selbst dann stellt sich die Aufgabe, relative Längenänderungen von 10-21 und kleiner zu messen. Kilometerlange Laserinterferometer sollen diese Wellen empfangen und so einen neuen Zweig der Astronomie begründen. Technisch ergibt sich das Problem, die zahlreichen Rauschquellen (seismische und akustische Störungen, Phasen- und Amplitudenschwankungen des verwendeten Lasers, thermische Einflüsse, Strahlungsdruck- und Schrotrauschen) zu minimieren. Seit 2002 sind weltweit vier Detektoren in Betrieb, einer davon ist GEO600 in der Nähe von Hannover. Dort ist man in der Lage, eine Längenänderung von 3x10^(-19) m nachzuweisen. Ein Detektor mit einer 5 Millionen km langen Meßstrecke im All ist geplant.