Radar-Interferometrie aus dem Weltraum

  1. Institut für Methodik der Fernerkundung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

richard.bamler@dlr.de

Synthetisches Apertur Radar (SAR) ist ein aktives Mikrowellenabbildungsverfahren, das unabhängig von Bewölkung und Tageslicht Bilder der Erdoberfläche liefert. Seit mehr als einem Jahrzehnt werden mit Satelliten routinemäßig SAR-Bilder für die Erdbeobachtung erhoben. Ein Bildpunkt in einem SAR-Bild zeichnet sich nicht nur durch seine Helligkeit aus, sondern enthält wegen der kohärenten Natur des Abbildungsprozesses auch die Information über die Phasenlage der empfangenen Radarwelle. Die Kombination mehrerer SAR-Bilder und der bildpunktweise Vergleich der jeweiligen Phasen liefert sog. SAR-Interferogramme. Aus diesen können je nach Aufnahmekonstellation digitale Höhenmodelle berechnet werden. Ebenso können aus SAR-Interferogrammen Bewegungen der Erdoberfläche (Vulkanismus, Erdbeben, Senkungen) oder von Gletschern zwischen zwei Aufnahmezeitpunkten mit bis zu Millimeter-Genauigkeit abgeleitet werden. Der Vortrag führt in die Technik der SAR-Interferometrie ein, gibt einen Überblick über das heutige Anwendungsspektrum und zeigt die Potenziale zukünftiger SAR-Satelliten auf.

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@inproceedings{dgao105-h9, title = {Radar-Interferometrie aus dem Weltraum}, author = {Richard Bamler, Michael Eineder}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 105. Jahrestagung}, year = {2004}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Vortrag H9} }
105. Jahrestagung der DGaO · Bad Kreuznach · 2004